Jefim Berschin
Jefim Berschin

Efim Berschin: Geboren am 16. Oktober 1951 in Tiraspol, der Stadt die seit zwei Jahrzehnten als die Hauptstadt der nicht anerkannten Republik Pridnestrowje gilt. Mit achtzehn Jahren wurde er zum Wehrdienst einberufen und kehrte seitdem nicht mehr zurück in seine Heimat.

 

Efim Berschin absolvierte 1979 die Moskauer Staatliche Lomonossov-Universität, Fachbereich Journalistik und reiste in den Norden des Landes, in die Stadt Syktywkar, wo er als Berichterstatter für die zentrale Zeitung der Republik Komi arbeitete. Nach der Rückkehr nach Moskau arbeitete er in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften. 1988 war er Mitbegründer und Leiter einer während der Perestroika populären Wochenzeitung „Sowetskij Zirk“ (Sowjetischer Zirkus), wo zum ersten Mal Werke von sowjetischen Dissidenten und russischen Emigranten trotz der damals geltenden Zensur gedruckt wurden. 1990 war er Mitgründer der ersten russischen demokratischen Wochenzeitung „Demokratisches Russland“. Von 1990 bis 1999 war er führender Publizist der „Literaturnaja Gazeta“ (Literarische Zeitung), wo er nicht nur publizistische Beiträge und Essais schrieb, sondern auch Berichtserstattungen aus den Kriegsregionen der damaligen Sowjetunion lieferte.

 

Vor der Perestroika wurden literarische Werke von Efim Berschin wegen ideologischer und ästhetischer Zensur nicht veröffentlicht. Zum ersten Mal wurden seine Gedichte 1988 in einer damals sehr populären Zeitschrift „Junost“ (Jugend) publiziert. Seitdem wurden seine Gedichte, Prosa und Essais regelmäßig auch in anderen zentralen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht, sowie übersetzt und in anderen Ländern herausgegeben.

 

Efim Berschin veröffentlichte vier Gedichtsammlungen:

 

„Sneg nad Pechoroi“ (Schnee über Petschora); „Ostrowa“ (Inseln); „Oskolok“ (Splitter); „Powodyr dozhdja“ (Regenwandler im Regen)

 

Außerdem die Romane: „Maski ducha“ (Masken des Geistes) und

„Assistent Klouna“ (Assistent eines Clowns),

 

sowie ein Buch über den Krieg in Pridnestrowje „Dikoe Pole“ (Wildes Feld).

 

Zusammen mit Kai Ehlers schrieb er das historisch-philosophische Buch „Russland-Herzschlag einer Weltmacht“.